Kameradschaftsabend 2022

Feuerwehr Traßlberg ehrt bei Kameradschaftsabend treue Mitglieder

Die Feuerwehr Traßlberg hat bei ihrem Kameradschaftsabend Bilanz gezogen und verdiente Mitglieder geehrt. Stellvertretender Kommandant Richard Schön sagte, dass nach zweijähriger Zwangspause die längst überfällige modulare Truppmann Ausbildung gestartet worden war, jedoch größtenteils online. Nach vielen Abenden am Bildschirm und praktischen Übungen an Samstagen und eisernem Durchhaltevermögen legten 18 Aktive erfolgreich die Prüfungen ab.

Auf Leistungsabzeichen für Löschangriff und technische Hilfeleistung sei vorläufig verzichtet worden.

Die Jugendgruppe hatte laut Schön fleißig geübt und bei der Abnahme ein gutes Ergebnis erzielt.

 

Die extreme Hitze im Sommer habe die Einsatzkräfte körperlich und psychisch gefordert. Auch wenn der Feuerwehr Traßlberg größere Wald- oder Flächenbrände erspart geblieben sind, so werde man sich in Zukunft darauf einrichten, den Unterricht, die Übungen sowie die Ausrüstung entsprechend ergänzen zu müssen.

Schön hob hervor, dass die Gemeinde Poppenricht ihre beiden Feuerwehren erst kürzlich komplett mit neuen Löschanzügen ausgerüstet habe.

 

Für Christian Beck, den Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, wurde es Zeit, dass nach Corona wieder Normalität mit Übungsbetrieb, Sommerfest und Traßlberger Kirwa eingetreten war. Doch angesichts von extremem Dürresommer und großflächigen Waldbränden weltweit, dazu teilweise Starkregen, Überschwemmungen und ein Krieg

mitten in Europa mit Flüchtlingsströmen und Energieknappheit fragte er sich, ob wirklich Normalität eingetreten sei. „Egal, wie sich die allgemeine Lage in Deutschland entwickelt, wir Feuerwehren sind immer gefragt“, sagte Beck. Denn: Falle großflächig der Strom aus, seien sie die Ersten, die um Hilfe, Koordination und Unterstützung gerufen würden.

Christian Beck zeichnete beim Kameradschaftsabend langjährige Feuerwehr-Mitglieder aus, die es zusammen auf insgesamt 635 Mitgliedsjahre bringen.

Bereits vor zwei Monaten hatte Landrat Richard Reisinger Sebastian Wallner und Georg Rumpler für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet, Wolfgang Birner und Karl Rösch für 40 Jahre.

Beim Kameradschaftsabend wurden Martin Auers, Thomas Englhard, Heinz Fraunhofer und Stefan Rösch für 40 Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehrverein geehrt, Johann Englhard, Mans Marek, Gerhard Weiß und Hans Weiß für 50 Jahre.

Seit 70 Jahren hält Hans Pirkl, Ehrenmitglied und früherer Kommandant, der Wehr die Treue.

Den Geehrten gratulierte auch Poppenrichts 2. Bürgermeister Konrad Scharl, der ebenso wie Pfarrer Dominik Mitterer und Brigitte Lorenz, Leiterin der Zweigstelle der VR-Bank in Poppenricht, das Engagement der Feuerwehr würdigte.

Kreisbandinspektor Christof Strobl sprach davon, dass für die Feuerwehren ein interessantes Jahr mit einem traurigen Rekord zu Ende gehe: So viele Flächen- und Waldbrände habe es noch nie gegeben.

Es sei schwierig gewesen, diese Brände unter Kontrolle zu bringen, aber ein enges Netz an qualifizierten Feuerwehren sei letztlich immer erfolgreich gewesen.

Die Alarmierung werde spätestens 2023 von analog auf digital umgestellt, kündigte Strobl noch an.